Der seit Dienstag von "Jungen Demonstranten" abgehaltene March of Life wurde für zahlreiche von ihnen ein Marsch in den Tod und Verwundung. Von Taiz ausgehend marschierte eine Zahl von jungen Demonstranten in einem viertägigen Marsch nach Sanaa, um die Internationale Öffentlichkeit, Presse und Völkergemeinschaft auf die ihrer Meinung nach ungerechtfertigte und weit von jeder Rechtsnorm entfernten Generalamnestie für "Präsident" Saleh und seine Gesinnungsgenossen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig fordern sie Gerechtigkeit und Bestrafung der seit der Rückkehr Salehs für die Ermordung zahlreicher Demonstranten und unbeteiligter Kinder und Frauen Verantwortlichen. Der March of Life wurde ein Triumphzug für die Demonstranten. Immer mehr junge Leute schlossen sich an, von der Bevölkerung wurden sie in den verschiedenen Städten herzlich aufgenommen, verpflegt und beherbergt. Bis Sanaa wuchs ihre Zahl auf 4000. Bei der Abschlusskundgebung wurde der March of Life zum Marsch des Todes. Heckenschützen erschossen bis jetzt 16 Demonstranten, die meisten durch Kopfschüsse, einige Hundert wurden durch Schüsse schwer verletzt.
Die Zahl der Verwundeten ist so gross, dass ein verzweifelter Aufruf um Blutspender erlassen wurde.
Saleh weist jede Schuld von sich, dabei waren die Schützen angeblich von der Präsidentengarde. Saleh hat heute bekanntgegeben, dass er in die USA reisen wird, nicht aus Gesundheitsgründen sondern um Urlaub zu machen.
Die Demonstranten, die immer wieder behaupten unbewaffnet zu sein, fordern die Abberufung des Amerikanischen Botschafters der gesagt haben soll: " ... sie seien bewaffnete Terroristen..." Die Demonstranten wehren sich gegen diese Behauptung mit der Begründung: ... in einer Demokratie muss es den Bürgern erlaubt sein, ungestraft in der Nähe des Präsidentenpalastes zu demonstrieren. Den Vorwurf bewaffnet zu sein, weisen sie aufs Schärfste zurück. Sie fordern den Botschafter auf, seine Behauptung zurückzunehmen.
Republikanische Garden gehen gegen die unabhängige Presse vor, Journalisten werden willkürlich verhaftet, Zeitungen eingestellt und Papierlieferungen blockiert
Sonntag, 25. Dezember 2011
Sonntag, 27. November 2011
Saleh wieder in Jemen? - Kämpfe gehen weiter - Luftwaffe bombardiert Wohngebiete im Norden Sanaas
Entgegen der Ankündigung in die Vereinigten Staaten zwecks medizinischer Betreuung zu reisen, soll Saleh vor wenigen Stunden unbestätigten Meldungen zufolge nach Sanaa zurückgekehrt sein. Gerüchteweise gibt es von Seiten der USA Bedenken wegen seines Aufenthalts. Im Jemen steigt die Befürchtung , dass die Angriffe des Militärs gegen die Zivilbevölkerung und Demonstranten in noch härterem Mass durchgeführt werden. Ein Dorf, 7 km nördlich der Haupstadt Sanaa wurde von der Luftwaffe angegriffen und mehrere Zivilpersonen wurden getötet oder schwer verletzt. Es tritt trotz gegenteiliger Behauptung und Zusage Salehs keine Beruhigung der Lage ein. Die oppositionellen Gruppen wurden über den genauen Inhalt der getroffenen Vereinbarungen noch nicht genau informiert. Angeblich wurde Saleh in der Vereinbarung zum " Ehrenpräsident" ernannt.
Unverständlich ist der Jugendbewegung, dass Saleh und Familie Straffreiheit zugestanden wurde. Wahlen sind für Februar angekündigt. Fraglich ist, ob in einer so kurzen Zeitspanne ein Konsens unter den Mitgliedern der oppositionellen Gruppen in Hinblick auf einen Kandidaten getroffen wird. Als Ergebnis wird befürchtet, dass wie 2006, auch damals konnte sich die Opposition auf keinen Kandidaten einigen, Sahle doch wieder kandidiert. 2006 wurden Kandidaten eingeschüchtert, sie verschwanden spurlos oder mussten schwere körperliche Misshandlungen erdulden. Viele zogen daraufhin ihre Kandidatur zurück, das Leben ihrer Familienmitglieder war ihnen wichtiger.
Die Demonstrationen gegen das Regime gehen weiter, in den 15 größten Städten des Jemen waren nach Angaben der Opposition 600000 Personen auf den Strassen. Und wieder kam es zu zahlreichen und schweren Übergriffen der Regierungstruppen.
Unverständlich ist der Jugendbewegung, dass Saleh und Familie Straffreiheit zugestanden wurde. Wahlen sind für Februar angekündigt. Fraglich ist, ob in einer so kurzen Zeitspanne ein Konsens unter den Mitgliedern der oppositionellen Gruppen in Hinblick auf einen Kandidaten getroffen wird. Als Ergebnis wird befürchtet, dass wie 2006, auch damals konnte sich die Opposition auf keinen Kandidaten einigen, Sahle doch wieder kandidiert. 2006 wurden Kandidaten eingeschüchtert, sie verschwanden spurlos oder mussten schwere körperliche Misshandlungen erdulden. Viele zogen daraufhin ihre Kandidatur zurück, das Leben ihrer Familienmitglieder war ihnen wichtiger.
Die Demonstrationen gegen das Regime gehen weiter, in den 15 größten Städten des Jemen waren nach Angaben der Opposition 600000 Personen auf den Strassen. Und wieder kam es zu zahlreichen und schweren Übergriffen der Regierungstruppen.
Freitag, 25. November 2011
Saleh zurückgetreten - Das Töten geht weiter
Trotz des Rücktritts von " Präsident " Saleh und Unterzeichnung des Dekrets seiner Nachfolge vorgestern in Saudi Arabien, ist im Yemen keine Ruhe eingekehrt. Unverständnis und Wut herrschen wegen der Forderung Sahles: Freies Geleit und Immunität für seine Familie. Demonstranten fordern die Untersuchung der Saleh und seinen Verbündeten bzw. Familie vorgehaltenen Verbrechen durch den Internationalen Gerichtshof. Bis jetzt gibt es auf Seiten der Demonstranten und der Bevölkerung Tausende von Tote, darunter viele Kinder und Frauen. In der Rücktrittsvereinbarung wurde der bisherige Vizepräsident Abdu Rabu Hadi als Nachfolger eingesetzt. In Sanaa ist trotz kleiner Feuerwerke der Freude die Stimmung bei den oppositionellen Gruppen gedrückt: Ausgerechnet der Stellvertreter Salehs soll Frieden bringen? Salehs Sohn ist weiterhin Kommandant der Republikanischen Garde. Wie zur Bestätigung griffen heute Republikanische Garden eine Gruppe Demonstranten an, schossen wahllos in die Menge und töteten 5 Jugendliche. Zahlreiche der Verletzten schweben in Lebensgefahr, der Zustand dreier Verwundeter ist sehr kritisch. In der Stadt Taiz, einer der Zentren des Jugendaufstandes ging die Republikanische Garde wie immer mit brutalster Gewalt gegen Demonstranten vor.
Abdu Rabu Hadi soll als Kandidat für die Präsidentschaftswahl und Retter des Landes aufgebaut werden. Wie durch ein Wunder funktioniert seit dem Rücktritt Sahles wieder einigermaßen die Stromversorgung Sanaas. Es wird nicht lange dauern und Abdu Rabu Hadi wird sich rühmen die Versorgung mit Nahrungsmittel, Treibstoff und Gas wieder hergestellt zu haben. Künstliche Verknappung, bis an den Rande der Hungersnot, wurden aber von Saleh, Abdu Rabu und seinem Regime herbeigeführt.
Heckenschützen schiessen weiterhin auf wehrlose Kinder, Frauen, auf Jeden, je nach Lust und Laune.
Die verschiedenen Stämme des Jemens sind sich über das weitere Vorgehen uneinig. Wie seit hunderten von Jahren, eines der grossen Probleme des Landes. Beduinengesetz und Gesetz der Wüste. Die Sheichs kümmern sich nur um den eigenen Stamm und die eigenen Interessen, Gemeinwohl ist Ihnen etwas Unbekanntes. Das Land ist zerrissen, den gefürchteten Bürgerkrieg gibt es seit vielen Monaten.
3 Angehörige des Internationalen Roten Kreuzes wurden letzten Dienstag entführt um Stammesinteressen durchzusetzen. Bei wem in einem unregierbarem Land?
Eine kurze Beschreibung, Teil eines gestrigen mails:
...now i am dreaming just to meet my mother because i am not sure if
i will arrive my home or someone will stoped me in the street and kill me because he think i have money.60% of yemeni people don't work now, so, imagin our sitaution.
In einem Land, in dem bis vor kurzem Verbrechen fast unbekannt war. Zu allen Tageszeiten konnte man unbehelligt durch die Stadt gehen.
JEMEN Land des Lächelns JEMEN Land der Tränen?
Quelle: Privat und Jemenitische Meldungen
Abdu Rabu Hadi soll als Kandidat für die Präsidentschaftswahl und Retter des Landes aufgebaut werden. Wie durch ein Wunder funktioniert seit dem Rücktritt Sahles wieder einigermaßen die Stromversorgung Sanaas. Es wird nicht lange dauern und Abdu Rabu Hadi wird sich rühmen die Versorgung mit Nahrungsmittel, Treibstoff und Gas wieder hergestellt zu haben. Künstliche Verknappung, bis an den Rande der Hungersnot, wurden aber von Saleh, Abdu Rabu und seinem Regime herbeigeführt.
Heckenschützen schiessen weiterhin auf wehrlose Kinder, Frauen, auf Jeden, je nach Lust und Laune.
Die verschiedenen Stämme des Jemens sind sich über das weitere Vorgehen uneinig. Wie seit hunderten von Jahren, eines der grossen Probleme des Landes. Beduinengesetz und Gesetz der Wüste. Die Sheichs kümmern sich nur um den eigenen Stamm und die eigenen Interessen, Gemeinwohl ist Ihnen etwas Unbekanntes. Das Land ist zerrissen, den gefürchteten Bürgerkrieg gibt es seit vielen Monaten.
3 Angehörige des Internationalen Roten Kreuzes wurden letzten Dienstag entführt um Stammesinteressen durchzusetzen. Bei wem in einem unregierbarem Land?
Eine kurze Beschreibung, Teil eines gestrigen mails:
...now i am dreaming just to meet my mother because i am not sure if
i will arrive my home or someone will stoped me in the street and kill me because he think i have money.60% of yemeni people don't work now, so, imagin our sitaution.
In einem Land, in dem bis vor kurzem Verbrechen fast unbekannt war. Zu allen Tageszeiten konnte man unbehelligt durch die Stadt gehen.
JEMEN Land des Lächelns JEMEN Land der Tränen?
Quelle: Privat und Jemenitische Meldungen
Freitag, 07. Oktober 2011
Jemenitin bekommt Friedensnobelpreis
Der Jemenitische Frauenrechtskämpferin Tawakkul Karman wurde mit zwei anderen Frauen, den Liberianerinnen Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee, der Friedensnobelpreis zugesprochen.
Karmann, ein prominentes Mitglied der Jemenitischen Protestbewegung, setzt sich seit Jahren für die Rechte der Frauen im Jemen ein.
Das Nobelpreiskomitee hofft durch die Zusprechung des Friedensnobeöpreises: ....die Unterdrückung von Frauen zu beenden, die immer noch in vielen Staaten stattfindet und sich des Potenzials bewusst zu werden, das Frauen für die Demokratie..... bedeuten...
Die Überreichung findet am 10. Dezember in Oslo statt.
Karmann, ein prominentes Mitglied der Jemenitischen Protestbewegung, setzt sich seit Jahren für die Rechte der Frauen im Jemen ein.
Das Nobelpreiskomitee hofft durch die Zusprechung des Friedensnobeöpreises: ....die Unterdrückung von Frauen zu beenden, die immer noch in vielen Staaten stattfindet und sich des Potenzials bewusst zu werden, das Frauen für die Demokratie..... bedeuten...
Die Überreichung findet am 10. Dezember in Oslo statt.
Donnerstag, 06. Oktober 2011
EMAIL aus dem Jemen - Lage immer hoffnungsloser - Saleh empfängt Fussball-Juniornationalteam
Während in Offiziellen Nachrichten nur berichtet wird, wem " Präsident " Saleh zum Geburtstag gratuliert hat, oder
President Saleh receives football junior national team
Sun, 25 Sep 2011 17:59:12 +0300
SANA'A, Sep. 25 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh received here on Sunday the national junior football team after qualifying for 2011 Asian Football Confederation (AFC) Cup finals.
President Saleh receives phone call from Sultan Qaboos
Sat, 24 Sep 2011 20:00:46 +0300
SANA'A, Sep. 24 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh received Saturday a phone call from Sultan Qaboos bin Said al Said of Oman.
President Saleh congratulates Saudi King
Wed, 21 Sep 2011 17:42:52 +0300
SANA'A, Sep. 21 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh sent on Wednesday a congratulation cable to King Abdullah bin Abdulaziz Al Saud on the occasion of the National Day.
President Saleh congratulates Malian, Maltese counterparts
Wed, 21 Sep 2011 17:42:18 +0300
SANA'A, Sep. 21 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh sent on Wednesday a congratulation cable to President of Malta George Abela on the occasion of the National Day.
und ALIBIgespräche mit EU und Vertretern verschiedener Staaten geführt werden, der "Präsident" zur Einstellung der Kämpfe aufruft und gleichzeitig in Taiz, Aden, Al Hodeida, Regierungstruppen gegen Zivilbevölkerung mit grösster Härte und Grausamkeit vorgehen,
sind die Menschen immer verzweifelter. Heute erreichte mich wieder ein Email aus Sanaa.
" Gretttings from Yemen, I am fine, so far so alive... hahahah
I can not believe it I still can laugh ... the situation here is miserable. I am sure you got an idea about it from the Media. Still alive still suffering. things here are getting wrose and worse... now streets of the capital are not safe... snipers or unknown shooter could kill the passer randomly. We get electricity only 2 to 3 hours a day, prices are very high. companies closed and a lot of people lost their jobs... life here became very difficult. Anyway, for me I am jobless now and I am very deprssed. I start to lose hope... Please say hi to XXX.. take care and keep in touch."
Täglich gibt es gewalttätige Angriffe und Morde an Frauen, Kindern, Irgendjemand wird erschossen.
Die Fronten verhärten sich, Hunderttausende sind täglich protestierend auf den Strassen.
Last updated: 12:02:50 PM GMT(+03) Monday, 03, October, 2011
Death of a Child in Sana'a Sparks Public Outrage
Yemen Post Staff
A little 7 year-old school girl was killed yesterday as her neighborhood in Sana'a became the target of yet another mortar attack by the government forces as the latter were trying to dislodge protesters and dissidents troops from their positions north of the capital, Sana'a.
Residents near, Baghdad Street, Hail Street, around the Kentucky roundabout and in the outskirts of the University where most of the revolutionaries are stationed, have told the press that it was all becoming too much. The continuous shelling and use of heavy artillery have destroyed countless businesses and residences forcing its residents to flee the area, uncertain where to go.
A medical source from the field hospital where Myrian Said Basheer was taken, confirmed that she had died from wounds consistent with a shelling attack. They added that 6 other people, including 2 children had been injured that same day when a shell landed next to their place of residence.
Since president Saleh surprise return to Yemen, the capital has been thrown onto the midst of a never ending cycle of violence with reports everyday of new civilian casualties. And since the government is relentlessly targeting densely populated districts of the capital, more deaths and casualties are bound to mount.
Yemen Post Staff
* Source: Yemen Post
Wie zum Hohn hat der jemenitische Aussenminister Abu Bakr al-Qirbi letzte Woche an der 18. Session des UN-Menschenrechtsrates in Genf teilgenommen.
Das Spiel aus dem Jahr 2006 wird sich wiederholen. Saleh , der sich bis jetzt weigert zu kandidieren, wird plötzlich Lebensmittel und Treibstoff verteilen lassen und als grosser Retter des Landes gefeiert werden.
Dem Ruf nach einer Präsidentschaftskandidatur "muss" er , der Übervater, zum Wohle des Landes annehmen. Korruption, Ausbeutung des Landes und Familienwirtschaft wird weitergehen.
Von wo kommen die dann verteilten Grundnahrungsmittel ? Sie werden jetzt schon für den Tag X zurückgehalten, das Jemenitische Volk wird systematisch in eine Hungersnot getrieben, um dann von IHM gerettet zu werden.
Quellen: Privat, Yemen Post(kritisch), Saba Net(regierungstreu)
President Saleh receives football junior national team
Sun, 25 Sep 2011 17:59:12 +0300
SANA'A, Sep. 25 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh received here on Sunday the national junior football team after qualifying for 2011 Asian Football Confederation (AFC) Cup finals.
President Saleh receives phone call from Sultan Qaboos
Sat, 24 Sep 2011 20:00:46 +0300
SANA'A, Sep. 24 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh received Saturday a phone call from Sultan Qaboos bin Said al Said of Oman.
President Saleh congratulates Saudi King
Wed, 21 Sep 2011 17:42:52 +0300
SANA'A, Sep. 21 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh sent on Wednesday a congratulation cable to King Abdullah bin Abdulaziz Al Saud on the occasion of the National Day.
President Saleh congratulates Malian, Maltese counterparts
Wed, 21 Sep 2011 17:42:18 +0300
SANA'A, Sep. 21 (Saba) - President Ali Abdullah Saleh sent on Wednesday a congratulation cable to President of Malta George Abela on the occasion of the National Day.
und ALIBIgespräche mit EU und Vertretern verschiedener Staaten geführt werden, der "Präsident" zur Einstellung der Kämpfe aufruft und gleichzeitig in Taiz, Aden, Al Hodeida, Regierungstruppen gegen Zivilbevölkerung mit grösster Härte und Grausamkeit vorgehen,
sind die Menschen immer verzweifelter. Heute erreichte mich wieder ein Email aus Sanaa.
" Gretttings from Yemen, I am fine, so far so alive... hahahah
I can not believe it I still can laugh ... the situation here is miserable. I am sure you got an idea about it from the Media. Still alive still suffering. things here are getting wrose and worse... now streets of the capital are not safe... snipers or unknown shooter could kill the passer randomly. We get electricity only 2 to 3 hours a day, prices are very high. companies closed and a lot of people lost their jobs... life here became very difficult. Anyway, for me I am jobless now and I am very deprssed. I start to lose hope... Please say hi to XXX.. take care and keep in touch."
Täglich gibt es gewalttätige Angriffe und Morde an Frauen, Kindern, Irgendjemand wird erschossen.
Die Fronten verhärten sich, Hunderttausende sind täglich protestierend auf den Strassen.
Last updated: 12:02:50 PM GMT(+03) Monday, 03, October, 2011
Death of a Child in Sana'a Sparks Public Outrage
Yemen Post Staff
A little 7 year-old school girl was killed yesterday as her neighborhood in Sana'a became the target of yet another mortar attack by the government forces as the latter were trying to dislodge protesters and dissidents troops from their positions north of the capital, Sana'a.
Residents near, Baghdad Street, Hail Street, around the Kentucky roundabout and in the outskirts of the University where most of the revolutionaries are stationed, have told the press that it was all becoming too much. The continuous shelling and use of heavy artillery have destroyed countless businesses and residences forcing its residents to flee the area, uncertain where to go.
A medical source from the field hospital where Myrian Said Basheer was taken, confirmed that she had died from wounds consistent with a shelling attack. They added that 6 other people, including 2 children had been injured that same day when a shell landed next to their place of residence.
Since president Saleh surprise return to Yemen, the capital has been thrown onto the midst of a never ending cycle of violence with reports everyday of new civilian casualties. And since the government is relentlessly targeting densely populated districts of the capital, more deaths and casualties are bound to mount.
Yemen Post Staff
* Source: Yemen Post
Wie zum Hohn hat der jemenitische Aussenminister Abu Bakr al-Qirbi letzte Woche an der 18. Session des UN-Menschenrechtsrates in Genf teilgenommen.
Das Spiel aus dem Jahr 2006 wird sich wiederholen. Saleh , der sich bis jetzt weigert zu kandidieren, wird plötzlich Lebensmittel und Treibstoff verteilen lassen und als grosser Retter des Landes gefeiert werden.
Dem Ruf nach einer Präsidentschaftskandidatur "muss" er , der Übervater, zum Wohle des Landes annehmen. Korruption, Ausbeutung des Landes und Familienwirtschaft wird weitergehen.
Von wo kommen die dann verteilten Grundnahrungsmittel ? Sie werden jetzt schon für den Tag X zurückgehalten, das Jemenitische Volk wird systematisch in eine Hungersnot getrieben, um dann von IHM gerettet zu werden.
Quellen: Privat, Yemen Post(kritisch), Saba Net(regierungstreu)
Donnerstag, 22. September 2011
Jemen vor einer Hungersnot - Kämpfe gehen unvermindert weiter - Erfolge der " Rebellen" in Sanaa - " Präsident" Saleh fordert Immunität vor zukünftiger Strafverfolgung
Der Jemen steht vor einer Hungersnot. 30 % der erwachsenen Jemeniten und 50% der Kinder und Jugendlichen haben nicht mehr genug zu essen. Durch Korruption, politische Misswirtschaft und Kampfhandlungen der letzten 6 Monate ist die Versorgung der Bevölkerung zusammengebrochen. Die internationale Staatengemeinschaft kümmert sich nicht um das ärmste Land Arabiens. Hilfslieferungen an Nahrungs und Treibstoff werden an die Bevölkerung nicht weitergegeben. Die Inflation für bestimmte Artikel des täglichen Bedarfs erreichte in den letzten Monaten über 200 %. Die meisten Betriebe stehen still, der Handel hat keine Kunden, die Ernte kann wegen Treibstoffmangels nicht eingefahren werden und verrottet. " Präsident" Saleh pflegt als Staatsgast seine Wunden nach einem missglückten Anschlag in Saudi Arabien. Unter der Bedingung der Immunität, für sich, seine Familie und Entourage, bei zukünftigen Strafverfolgungen, ist er bereit, dass " Vizepräsident" Hadi auf gewisse Bedingungen der "Rebellen" eingeht und vorgezogene Präsidentenwahlen vorbereitet.
Gleichzeitig soll Salehs Sohn, selbsternannter Nachfolger seines Vaters, den Befehl der Beschiessung und Angriff auf den Begräbnisszug der am Wochenende, beim Kampf um die Universität, Getöteten befohlen haben. Zahlreiche der Trauernden wurden verletzt, Tote gab es nach neuesten Meldungen keine.
ARABIA FELIX - Jemen, das Land in dem das Lächeln zuhause ist.
JEMEN , das Land in dem die Tränen zuhause sind ?????
Quelle: Jemen Post, private Informationen
Gleichzeitig soll Salehs Sohn, selbsternannter Nachfolger seines Vaters, den Befehl der Beschiessung und Angriff auf den Begräbnisszug der am Wochenende, beim Kampf um die Universität, Getöteten befohlen haben. Zahlreiche der Trauernden wurden verletzt, Tote gab es nach neuesten Meldungen keine.
Die " Rebellen" sind nach eigener Behauptung militärisch auf dem Vormarsch. Sie sprechen von einem Sieg. Nach anfänglichen Verlusten am Sonntag wurden die " Regierungstruppen" mit Hilfe der unter General Mohsen al-Ahmar zu den " Rebellen" übergelaufenen Soldaten zurückgeschlagen. Die
" Regierungstruppen" sollen unter Zurücklassung von Waffen die Flucht ergriffen haben, dabei handelte es sich um die Republikanische Garde des Präsidenten Saleh!
Ahmed, Sahles Sohn und Befehlshaber der Republikanischen Garde soll befohlen haben, dass in Zukunft schwere Geschütze eingesetzt werden. Die Universität soll auch von Kampfflugzeugen angegriffen und mit Granatwerfen beschossen worden sein. Die Gebäude sind grossteils zerstört oder schwer beschädigt. Das Regime drohte jedem Studenten der nicht zu Studienbeginn anwesend war mit dem Ausschluss von einer akademischen Ausbildung.
Die Kampfhandlungen rücken in die Nähe des Altstadtzentrums. Die al- Zubeyristreet, sie durchschneidet das Stadtzentrum Sanaas, ist zum Kampfplatz geworden.
Der Vorsitzende der GCC = Vereinigung der Golfstaaten Al-Zagani ist im Jemen eingetroffen um zu vermitteln. ARABIA FELIX - Jemen, das Land in dem das Lächeln zuhause ist.
JEMEN , das Land in dem die Tränen zuhause sind ?????
Quelle: Jemen Post, private Informationen
Mittwoch, 03. August 2011
Jemens Regime verpflichtet Irakische Piloten für Kampfeinsätze - Jemenitische Piloten weigern sich Dörfer in der Nähe Sanaas anzugreifen
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Montag, 01. August 2011
Jemen versinkt in Finsternis - Seit 31. Juli 15.00 Elektrizität abgeschaltet
Seit Sonntag den 31. Juli um 15 Uhr ( 3pm) ist in den Städten des Jemen der Elektrische Strom abgeschaltet. Trotz des Versprechens während des heute, 1. August, beginnenden Ramadans die Stromversorgung wieder herzustellen, hat sich das Regim nicht daran gehalten. Während der letzten Tage waren UN - Beobachter im Lande und während ihres Aufenthaltes wurden die jeweils besuchten Bezirke mit Strom versorgt. Dies soll in der Zwischenzeit Usus geworden sein. Die Dunkelheit gilt als Strafe für angebliche " Terrorakte " die im Norden des Landes und in Erdölgebieten geschehen.
Zwei Umspannwerke im Norden Sanaas wurden angeblich gesprengt. Die Aufständischen bestreiten die Sprengung. Die verantwortlichen Ingenieure versichern die Unversehrtheit und Funktionstüchtigkeit der Umspannwerke.
Ramadan ist neben dem Aid al Adha das einzige religiöse Fest der Moslems. Durch die Stromabschaltung ist es den gläubigen Moslems nicht möglich alle religiösen Rituale einzuhalten.
Nach dem täglichen Fasten wird dieses am Abend "gebrochen" und mit der Familie und Freunden gefeiert.
Sanaa ist im Dunkel versunken.
In Taiz gab es wieder Tote nach Luftangriffen der Jemenitischen Luftwaffe.
Versorgungsschiffe mit Treibstoffen sind angeblich im Jemen eingetroffen.
Die USA und Grossbritannien haben das Regime aufgefordert die Treibstoffverteilung wieder zu beginnen.
Diese Information stammt von 19:22 Uhr am 1. August.
Zwei Umspannwerke im Norden Sanaas wurden angeblich gesprengt. Die Aufständischen bestreiten die Sprengung. Die verantwortlichen Ingenieure versichern die Unversehrtheit und Funktionstüchtigkeit der Umspannwerke.
Ramadan ist neben dem Aid al Adha das einzige religiöse Fest der Moslems. Durch die Stromabschaltung ist es den gläubigen Moslems nicht möglich alle religiösen Rituale einzuhalten.
Nach dem täglichen Fasten wird dieses am Abend "gebrochen" und mit der Familie und Freunden gefeiert.
Sanaa ist im Dunkel versunken.
In Taiz gab es wieder Tote nach Luftangriffen der Jemenitischen Luftwaffe.
Versorgungsschiffe mit Treibstoffen sind angeblich im Jemen eingetroffen.
Die USA und Grossbritannien haben das Regime aufgefordert die Treibstoffverteilung wieder zu beginnen.
Diese Information stammt von 19:22 Uhr am 1. August.
Sonntag, 31. Juli 2011
Jemen am Rande eines Bürgerkrieges - Regierung hungert Bevölkerung aus
Die Lage der jemenitischen Bevölkerung wird immer kritischer. Die Regierung erzeugt eine künstliche Hungersnot. Sie bestraft Jemens Familien mit Einschränkungen der Energieversorgung und Nahrung. Die Elektrizitätsversorgung wird täglich nur für 2 (zwei) Stunden sichergestellt. In den ländlichen Gebieten fehlt Treibstoff zum Betanken der Erntemaschinen. Die Ernte kann nicht eingefahren und verarbeitet werden. Wie wird die Lebensmittelversorgung in einigen Monaten sein? Seit Tagen wird auf eine Lieferung von 1000 Tonnen Weizen aus Russland gewartet. Saudi Arabien hat sich bereit erklärt den Jemen mit Benzin und Diesel zu versorgen. Die bei einem Anschlag vor 4 Monaten beschädigte Pipeline bei Marib ist immer noch nicht wiederhergestellt. Was tut die Regierung ? Sie schweigt - und versichert immer wieder, dass der in einem Spital Saudi Arabiens seiner Wiederherstellung und Genesung harrende Präsident Saleh demnächst in den Jemen zurückkehrt. Dann soll Alles wieder besser werden. Regierungstreue demonstrieren für das Ende der Besetzungen verschiedener Stadtviertel durch Regierungsgegner. Der Internationale Flughafen von Sanaa ist immer wieder umkämpft. Flüge finden nur zu unbestimmten und unverhofften Zeiten statt.
Freiheitsliebende Jemeniten werden in die Nähe von Al Quaeda gebracht. Täglich gibt es eine ungenannte Zahl an Toten auf beiden Seiten.
Die Internationale Staatengemeinschaft - UNO - schweigt. Eines der ärmsten Länder der Welt ist uninteressant.
Der Süden des Landes ist zum Grossteil in den Händen " Aufständischer". Der Norden schon seit langem. Provinzstädte sind nahe eines Bürgerkriegs. Regierungstruppen gehen mit unerbittlicher Härte gegen jeden Verdächtigen vor. Sie wollen Ihre Pfründe nicht verlieren. Viele Soldaten, auch ranghohe Militärs sind zu den Aufständischen übergewechselt. Sie wollen am sinnlosen Töten nicht verantwortlich sein und nicht teilnehmen. In Menschenansammlungen wird wahllos geschossen. Mit falschen " Uniformen" und Erkennungszeichen Verkleidete morden, um dann die Schuld auf andere zu schieben.
Ab der ersten Augustwoche ist Ramadan, Fastenzeit. Das Regime hofft dadurch wieder " Ordnung " herstellen zu können. Das Regime? Salehs Sohn und Genossen verweigern dem Vizepräsidenten das Betreten des Präsidentenpalastes. Warum? Der Jemen ist unregierbar geworden.
Auf Grund der unverhofften Stromabschaltungen ist die Verbindung mit dem Jemen sehr schwer geworden. Skype ist schon seit langem gesperrt, Internet sehr anfällig für Unterbrechungen.
Helft dem Jemen
Quellen: Jemen Post, Jemen Times, private Informationen.
Freiheitsliebende Jemeniten werden in die Nähe von Al Quaeda gebracht. Täglich gibt es eine ungenannte Zahl an Toten auf beiden Seiten.
Die Internationale Staatengemeinschaft - UNO - schweigt. Eines der ärmsten Länder der Welt ist uninteressant.
Der Süden des Landes ist zum Grossteil in den Händen " Aufständischer". Der Norden schon seit langem. Provinzstädte sind nahe eines Bürgerkriegs. Regierungstruppen gehen mit unerbittlicher Härte gegen jeden Verdächtigen vor. Sie wollen Ihre Pfründe nicht verlieren. Viele Soldaten, auch ranghohe Militärs sind zu den Aufständischen übergewechselt. Sie wollen am sinnlosen Töten nicht verantwortlich sein und nicht teilnehmen. In Menschenansammlungen wird wahllos geschossen. Mit falschen " Uniformen" und Erkennungszeichen Verkleidete morden, um dann die Schuld auf andere zu schieben.
Ab der ersten Augustwoche ist Ramadan, Fastenzeit. Das Regime hofft dadurch wieder " Ordnung " herstellen zu können. Das Regime? Salehs Sohn und Genossen verweigern dem Vizepräsidenten das Betreten des Präsidentenpalastes. Warum? Der Jemen ist unregierbar geworden.
Auf Grund der unverhofften Stromabschaltungen ist die Verbindung mit dem Jemen sehr schwer geworden. Skype ist schon seit langem gesperrt, Internet sehr anfällig für Unterbrechungen.
Helft dem Jemen
Quellen: Jemen Post, Jemen Times, private Informationen.
Mittwoch, 20. April 2011
Täglich Tote bei Demonstrationen im Jemen / Yemen -- Versorgungslage der Bevölkerung wird kritisch.
Die Situation im Jemen wird von Tag zu Tag unerträglicher. Seit 3 Monaten sind die Universitäten geschlossen. Studenten errichten Dauercamps auf den Universitätsgeländen. In Zelten und unter freiem Himmel halten sie die Stellung. Unterricht gibt es keinen. Unterstützung bekommen sie zum Teil von Professoren und aus der Bevölkerung. Scharfschützen schiessen wahllos in Demonstrationen. Im ganzen Land herrscht Chaos. Zu den üblichen Stammesfehden und Kämpfen im ganzen Land , wächst die Unmut gegen das seit 32 Jahren herrschende Regim unter Präsident Sahleh von Tag zu Tag, gewaltsame Zusammenstösse häufen sich. Das Bild des " Übervaters " Saleh wankt. Die Bevölkerung bemerkt, dass das Land seit Jahren ausgeplündert wurde. Milliarden Dollar wurden in Prestigobjekte gesteckt die niemandem anders dienten als dem " Ruhm" des Präsidenten. Die Jugend sieht keine Zukunft. Gestern erreichte mich folgendes erschütterndes Email: Aus verständlichen Gründen habe ich es anonymisiert.
" hello my freind michael
how are you? how is al_nemsa(your country)?
long time i didn't conect with you,sorry.
i think you understand our sitaution this time,, it is became more bad.
i don't know when it will finish all this problems.
this time evryone are strees ful and very angry because of that sitaution.
i think there is no end...
we get tired, no work, no study, no tourest, no happeniss, i don't know what will happend more.
evryone waiting for big problems.
this time we can't find gaz for cooking so almost people start useing wood.
i don't know what happend for the yemeni people!!! they lost the maind.
evryone disturving his country.
for me evryday i get more angry,,, i really want to leave yemen ...
i can't stay any more in yemen,,, i will die. ...... "
Weiter persönliche Nachrichten kann ich nicht veröffentlichen.
Viele Bewohner der Hauptstadt haben diese verlassen und sind in ihre Heimatdörfer geflohen. Das Regime geht mit voller Härte gegen " Rebellen" vor. Auch in bis jetzt ruhigen Landesteilen wächst der Unmut und die Verzweiflung. Täglich gibt es Tote in Taiz, Hudeida, Aden und den südwestlichen Landesteilen. Menschen verschwinden, Frauen werden verhaftet, vergewaltigt und mit dem Bedauern eines Missverständnisses wieder entlassen. Der Norden und Nordosten des Landes ist schon lange nicht mehr unter Kontrolle der Regierung. Lebensmittelverknappung und verhinderte Nachschubtransporte häufen sich. Die Frühjahrsernte kann nicht zu den Menschen gebracht werden. Dies als " Strafe" für ungebührliches Verhalten der Bevölkerung gegenüber den Regierenden.
Über 30 Jahre wurde der Präsident als " Übervater" der Nation hingestellt und schon in den Schulen wird und wurde den Kindern eingetrichtert, dass sie Alles dem Präsidenten zu verdanken haben. Dass dieser das Volksvermögen an sich gerafft und mit teuren Grossprojekten geprahlt hat ist nur Wenigen aufgefallen und diese wurden mundtod gemacht. Aufmüpfige Stämme werden sofort in die Nähe von Al Quaida gerückt. Dadurch kommt Unterstützung von leichtgläubigen, ölhandelnden Staaten. Aufstände gegen die Herrschenden gibt und gab es im Jemen seit Jahrhunderten. Carsten Niebuhr beschreibt sie in seinen Reiseschilderungen um 1775, der Archäologe Wendel Phillips beschwert sich 1952 über die unsichere Lage und verlässt das Land fluchtartig. Er hat die Mentalität eines Landes das Jahrhunderte vor Fremdem abgeschottet wurde nicht verstanden. In den Berichten Reisender der letzten 300 Jahre muss nur das Datum ausgetauscht werden. An den Zuständen hat sich nichts geändert, egal ob der Imam oder König oder Präsident in Taiz, Sanaa oder sonstwo residiert hat.
Die Analphabetenrate ist sehr hoch , Bemühungen dies zu ändern werden wohlwollend erstickt. Wofür, der Präsident sorgt für euch, um Anderes müsst ihr euch nicht kümmern.
Trotzdem sind Jemeniten ein liebenswertes und sehr herzliches Volk geblieben. Die Zustände sind aber immer untragbarer geworden. Verzweiflung macht sich breit. Ein leider oft ungehörter Hilferuf und Verzweiflungsschrei wird immer lauter.
" hello my freind michael
how are you? how is al_nemsa(your country)?
long time i didn't conect with you,sorry.
i think you understand our sitaution this time,, it is became more bad.
i don't know when it will finish all this problems.
this time evryone are strees ful and very angry because of that sitaution.
i think there is no end...
we get tired, no work, no study, no tourest, no happeniss, i don't know what will happend more.
evryone waiting for big problems.
this time we can't find gaz for cooking so almost people start useing wood.
i don't know what happend for the yemeni people!!! they lost the maind.
evryone disturving his country.
for me evryday i get more angry,,, i really want to leave yemen ...
i can't stay any more in yemen,,, i will die. ...... "
Weiter persönliche Nachrichten kann ich nicht veröffentlichen.
Viele Bewohner der Hauptstadt haben diese verlassen und sind in ihre Heimatdörfer geflohen. Das Regime geht mit voller Härte gegen " Rebellen" vor. Auch in bis jetzt ruhigen Landesteilen wächst der Unmut und die Verzweiflung. Täglich gibt es Tote in Taiz, Hudeida, Aden und den südwestlichen Landesteilen. Menschen verschwinden, Frauen werden verhaftet, vergewaltigt und mit dem Bedauern eines Missverständnisses wieder entlassen. Der Norden und Nordosten des Landes ist schon lange nicht mehr unter Kontrolle der Regierung. Lebensmittelverknappung und verhinderte Nachschubtransporte häufen sich. Die Frühjahrsernte kann nicht zu den Menschen gebracht werden. Dies als " Strafe" für ungebührliches Verhalten der Bevölkerung gegenüber den Regierenden.
Über 30 Jahre wurde der Präsident als " Übervater" der Nation hingestellt und schon in den Schulen wird und wurde den Kindern eingetrichtert, dass sie Alles dem Präsidenten zu verdanken haben. Dass dieser das Volksvermögen an sich gerafft und mit teuren Grossprojekten geprahlt hat ist nur Wenigen aufgefallen und diese wurden mundtod gemacht. Aufmüpfige Stämme werden sofort in die Nähe von Al Quaida gerückt. Dadurch kommt Unterstützung von leichtgläubigen, ölhandelnden Staaten. Aufstände gegen die Herrschenden gibt und gab es im Jemen seit Jahrhunderten. Carsten Niebuhr beschreibt sie in seinen Reiseschilderungen um 1775, der Archäologe Wendel Phillips beschwert sich 1952 über die unsichere Lage und verlässt das Land fluchtartig. Er hat die Mentalität eines Landes das Jahrhunderte vor Fremdem abgeschottet wurde nicht verstanden. In den Berichten Reisender der letzten 300 Jahre muss nur das Datum ausgetauscht werden. An den Zuständen hat sich nichts geändert, egal ob der Imam oder König oder Präsident in Taiz, Sanaa oder sonstwo residiert hat.
Die Analphabetenrate ist sehr hoch , Bemühungen dies zu ändern werden wohlwollend erstickt. Wofür, der Präsident sorgt für euch, um Anderes müsst ihr euch nicht kümmern.
Trotzdem sind Jemeniten ein liebenswertes und sehr herzliches Volk geblieben. Die Zustände sind aber immer untragbarer geworden. Verzweiflung macht sich breit. Ein leider oft ungehörter Hilferuf und Verzweiflungsschrei wird immer lauter.
Donnerstag, 27. Jänner 2011
Demonstrationen im Jemen, bis jetzt friedlicher Verlauf
Quelle: Österreichischer Rundfunk- Fernsehen . Teletext 27. 1. 2011 13:45, http://www.orf.at/stories/2038806/ Mit VIDEO
Tausende demonstrieren im Jemen gegen Regierung In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben heute Tausende Demonstranten einen Regierungswechsel verlangt. An der Universität versammelten sich 10.000 Menschen, weitere 6.000 Demonstranten zogen andernorts durch die Straßen der Stadt.
Die Menschen forderten in Sprechchören die Ablösung von Präsident Ali Abdullah Saleh, bessere Lebensbedingungen, ein Ende der Korruption und der sozialen Ungleichheit. Rund 100 Angehörige der Sicherheitskräfte wurden im Bankenviertel in Sanaa zusammengezogen. Die Kundgebungen verliefen friedlich.
Seit mehr als 30 Jahren Präsident
Präsident Saleh ist ein wichtiger Verbündeter in dem von den USA ausgerufenen weltweiten Kampf gegen den Terrorismus. Er regiert das Land, das mit hoher Arbeitslosigkeit und schwindenden Öl- und Wasserreserven zu kämpfen hat, seit mehr als 30 Jahren. Fast die Hälfte der 23 Millionen Einwohner lebt von weniger als zwei Dollar am Tag, ein Drittel leidet Hunger.
Proteste hatten vor zwei Wochen zum Sturz des tunesischen Präsidenten geführt. Auch in Ägypten gibt es seit Tagen massive Proteste gegen die Regierung.
Tausende demonstrieren im Jemen gegen Regierung In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben heute Tausende Demonstranten einen Regierungswechsel verlangt. An der Universität versammelten sich 10.000 Menschen, weitere 6.000 Demonstranten zogen andernorts durch die Straßen der Stadt.
Die Menschen forderten in Sprechchören die Ablösung von Präsident Ali Abdullah Saleh, bessere Lebensbedingungen, ein Ende der Korruption und der sozialen Ungleichheit. Rund 100 Angehörige der Sicherheitskräfte wurden im Bankenviertel in Sanaa zusammengezogen. Die Kundgebungen verliefen friedlich.
Seit mehr als 30 Jahren Präsident
Präsident Saleh ist ein wichtiger Verbündeter in dem von den USA ausgerufenen weltweiten Kampf gegen den Terrorismus. Er regiert das Land, das mit hoher Arbeitslosigkeit und schwindenden Öl- und Wasserreserven zu kämpfen hat, seit mehr als 30 Jahren. Fast die Hälfte der 23 Millionen Einwohner lebt von weniger als zwei Dollar am Tag, ein Drittel leidet Hunger.
Proteste hatten vor zwei Wochen zum Sturz des tunesischen Präsidenten geführt. Auch in Ägypten gibt es seit Tagen massive Proteste gegen die Regierung.
Freitag, 21. Jänner 2011
Selbstverbrennung im Jemen Unruhen im Land nach Tunesischem Vorbild
1030 Yemeni Security Force Members Killed, Wounded in 2010
* Yemen Post Staff
Yemen's Interior Ministry said that at least 1030 members of Yemeni security forces were killed or wounded in clashes against terrorists, separatists, criminals, and outlaws in Yemeni provinces during 2010.
In a statement posted on its website, the ministry said that at least 178 security force members were killed in clashes against Al-Qaeda in the Arabian Peninsula (AQAP), while 852 others were wounded.
Lately, Sana'a and other Yemeni cities witnessed many demonstrations calling for copying the Tunisian-style in Yemen.
Yemeni government is facing several problems, Al-Qaeda in southern and eastern cities, Southern Movement in the south, and Houthi groups in the north.
Yemen Post Staff
* Source: Yemen Post Newspaper
LOCAL
Last updated: 05:10:39 PM GMT(+03) Thursday, 20, January, 2011
Young Yemeni Burns himself in Al-Bedea Province
Yemen Post Staff
A man set fire to himself in Rada'a district, Al-Bedea province, as he tried to commit suicide in protest against the Yemeni government.
Security sources and witnesses said Saleem Al-Amrani poured gasoline on his body hoping ot die rather than live a difficult life.
Sources said that he was taken to a hospital in Sana'a.
This action by the young Yemeni came after a young Muhammad Bouazizi set fire to himself in the city of Sidi Bouzid on 17 December in protest at the humiliating treatment from the police in Tunisia.
Yemen Post Staff
* Yemen Post Staff
Yemen's Interior Ministry said that at least 1030 members of Yemeni security forces were killed or wounded in clashes against terrorists, separatists, criminals, and outlaws in Yemeni provinces during 2010.
In a statement posted on its website, the ministry said that at least 178 security force members were killed in clashes against Al-Qaeda in the Arabian Peninsula (AQAP), while 852 others were wounded.
Lately, Sana'a and other Yemeni cities witnessed many demonstrations calling for copying the Tunisian-style in Yemen.
Yemeni government is facing several problems, Al-Qaeda in southern and eastern cities, Southern Movement in the south, and Houthi groups in the north.
Yemen Post Staff
* Source: Yemen Post Newspaper
LOCAL
Last updated: 05:10:39 PM GMT(+03) Thursday, 20, January, 2011
Young Yemeni Burns himself in Al-Bedea Province
Yemen Post Staff
A man set fire to himself in Rada'a district, Al-Bedea province, as he tried to commit suicide in protest against the Yemeni government.
Security sources and witnesses said Saleem Al-Amrani poured gasoline on his body hoping ot die rather than live a difficult life.
Sources said that he was taken to a hospital in Sana'a.
This action by the young Yemeni came after a young Muhammad Bouazizi set fire to himself in the city of Sidi Bouzid on 17 December in protest at the humiliating treatment from the police in Tunisia.
Yemen Post Staff
* Source: Yemen Post Newspaper
Donnerstag, 25. November 2010
Bayt Al Faqih - Der zweitgrösste Wochenmarkt des Jemen - Rückkehr nach Sanaa - Abschied
Bayt Al Faqih, 60 km von Hodeida entfernt, ist der zweitgrösste Wochenmarkt des Jemen. Nützliche Dinge für den täglichen Gebrauch werden dort angeboten, Kamele, Kühe, Ziegen, Schafe und Geflügel. Zu den Feiertagen wurden viele Tiere geschlachtet, die Gelegenheit Garagen, Vorgärten und Ställe mit neuem Leben zu füllen. Markttag ist Freitag, mein Rückreisetag. Ideal um den Markt zu besuchen. Auf den staubigen Zufahrtstrassen ist ein reger Verkehr, zusätzliche Sicherheitskontrollen finden statt, auch wir werden nach Waffen durchsucht. Jemeniten sind verwundert denn diese Gegend gilt als sicher. Vielleicht will die Verwaltung damit aber auch nur ihre Sorge um die Mitbürger zeigen. Diese Kontrollen, anfänglich als lästig empfunden, nimmt man nach kurzer Zeit als gegeben hin.
Der Andrang ist sehr gross. Es gibt kaum ein Durchkommen zwischen den Ständen, Abdul findet dass Normalerweise mehr los ist, es sind eben noch immer Eidferien. Stolze Besitzer kürzlich erworbener Schafe und Ziegen begegnen uns, sie werden geführt wie bei uns Hunde, mit einem Strick als Halsband. Zicklein und Lämmer werden auf Schultern getragen oder irgendwo, jämmerlich blöckend, angebunden. Kamele werden keine angeboten. Die, die zu sehen sind, dienen als Tragtiere für Handelsware. Über all Dies eine Staubwolke und der nicht immer angenehme Geruch des Orients. Unvorstellbare Mengen an Abfall, Plastiksackerl und sonstiger Unrat liegt überall herum. Anscheinend nur für mich sichtbar. Niemand stört sich daran, sondern vergrössert noch den Zustand. Ein allgemeines Problem im Jemen. Alles wird weggeworfen, sobald es nicht mehr gebraucht wird. Und wenn es 1m neben einem der sehr spärlichen Mistkübel ist. Zicklein und Lämmer werden die Mäuler mit Schnur zugebunden. Der Kunde soll die Milchleistung des Muttertieres an den prall gefüllten Eutern sehen. Geflügel flattert kopfüber zusammengebunden. Oft auch an den Gürteln der Käufer. Kürzlich geschlachtete Tiere hängen in der Sonne. Der Käufer kann sich ein Stück abschneiden und in der danebenliegenden Garküche zubereiten lassen. Wir essen nichts. Irdene Erdöfen qualmen, frisches Brot wird gebacken. Dazwischen Gemüsebauern, grosse geflochtene Körbe mit Gewürzen und getrockneten Feldfrüchten. Auf Tischen, das muss betont werden, Honig, Gebäck und alle möglichen Arten von Zuckerblöcken. Zum Teil aromatisiert mit Extrakten verschiedenster Blumen. Neugeborene, wenige Stunden alte Lämmer, noch kaum fähig zu stehen, werden mit den Muttertieren angeboten. Kühe, kleinwüchsiger als bei uns, stehen in Gruppen und warten auf ihren Käufer. Immer wieder wollen die neuen Besitzer mit ihren Tieren photographiert werden. Sura, sura : Bild, Bild. Das manchmal von mir an häufigsten gehörte Wort. Stolz, und für jeden sichtbar werden grosse Geldbündel gezählt. Die wenigen Frauen, durchwegs unverschleiert, sitzen bei ihren Waren und hoffen auf Käufer. Es wird viel gefeilscht, gekauft oder aber weitergegangen. Die Körpersprache Vieler drückt dann Überlegenheit, Verachtung oder Ärger aus. Händler erzählen mir, dass die Kunden den Preis bestimmen wollen. Scheininteressenten werden verachtet.
Die Menschen hier sind anders als im Hochland. Durch die Nähe Afrikas mit dunkler Hautfarbe. Die Frauenkleider sind bunt, schwarz sieht man kaum
.
Markttag ist gleichzeitig Arzttag. Viele lassen sich schröpfen ( Bilder konnte ich auf Wunsch keine machen), Barbiere und " Dentisten" haben hochbetrieb.
Erschöpft, verschwitzt, verdreckt, setzen wir die Heimreise fort.
Wir fahren eine angeblich durchgehend neue Strasse Richtung Berge und Sanaa. Die Tihama ist in diesem Teil sehr fruchtbar, es gibt genügend Wasser. Trotzdem gibt es auch Gegenden in denen Frauen aus 4-5 km Entfernung mit Esel Wasser zu den Häusern bringen. Warum das nicht die Männer mit ihren geliebten Motorrädern machen konnte mir niemand erklären. Vielleicht ist es für Frauen auch eine Möglichkeit entferntere Freundinnen zu treffen und Neuigkeiten auszutauschen.
Plötzlich ist die Strasse zu Ende und wir müssen die Fahrt im Flussbett fortsetzen. Ein neuer Damm wurde gebaut und für einen Strassenanschluss reichte das Geld nicht. Die EU hat nur für den Damm das Geld zur Verfügung gestellt. Im Jemen dachte niemand daran. Der Präsident kam persönlich zur Eröffnung. Vielleicht hat dieser Übervater persönlich geschaufelt und Beton gemischt und dabei die Übersicht verloren.
Wieder neue, erst in den letzten Tagen errichtete Strassensperren. Vor einer steht ein Pickup mit einem in Fahrtrichtung gerichteten Maschinengewehr. Nach dem Durchfahren sehen wir warum. In Gegenrichtung warten ca. 15 mit Maschinenpistolen Bewaffnete auf die Durchfahrt. Ein Scheikh möcht die nächstgelegene Ortschaft besuchen. Dass er von höchsten 3 Bewaffneten begleitet werden darf, hat sich in die Berge noch nicht durchgesprochen. So wird verhandelt, verhandelt, verh.....Es ist anscheinend unter seiner Würde mit einer so kleinen Gruppe Bewaffneter den Ort zu besuchen. Abgeben wollen sie die Waffen nicht, sie fürchten sie könnten verloren gehen.Die Fahrt in die Berge ist wieder beeindruckend. Am frühen Nachmittag essen wir zu Mittag und dann passierts. Im Lokal trifft mein Fahrer zufällig (?) einige Jugendfreunde und gemeinsam ziehen sie sich zu einer Katrunde zurück. Vergessen das Versprechen kein Kat während der Fahrt zu kauen, vergessen dass ich nicht zu spät nach Sanaa kommen wollte. Nach zwei Stunden kauen besinnt er sich seines Versprechens und wir fahren weiter. Er nimmt zwar jede Kurve etwas zu spät, mit einem energischen Schlenker findet er aber immer wieder den richtigen Weg.
Wir sind, Allah und allen guten Geistern sei Dank, gut in Sanaa angekommen.
Es geht ans Einpacken, meine schönen und erlebnisreichen Tage in Jemen gehen ihrem Ende zu. Ich tätige die letzten Einkäufe, verabschiede mich von liebgewordenen Menschen. Mit einer Mitarbeiterin gehe ich Mittagessen. Sie ist Jemenitin, 32 und das erste Mal allein mit einem fremden Mann in einem Lokal. Das ursprünglich geplante Abendessen musste sie absagen. Ihre Eltern verlangen dass sie um 21 Uhr zu Hause ist. Mit meinem Lehrer esse ich einen herrlichen Fisch. Als kleines Abschiedsgeschenk bringt er mir selbst angebauten Kaffee mit. Er bedauert nicht mehr geben zu können, die letzte Kaffeeernte war wegen Trockenheit sehr gering. Von der Schule bekomme ich eine Urkunde über den bestandenen Kurs. Wo werde ich die wohl aufhängen, alle meine anderen sind in einer Schublade. Der Schulleiter meint allerdings, dass sie mehr für die Kalifin sei , als Beweis dass ich doch etwas Positives im Jemen getan habe.
Ich möchte mich bei allen Lesern und Besuchern sowie Kommentarschreibern des Blogs herzlichst bedanken. Ich hoffe, es hat Euch ein Vergnügen bereitet und Euer Interesse für dieses schöne Land mit seinen liebenswerten Menschen geweckt. Es gibt hier so viele schöne, aufregende Dinge zu sehen und entdecken, dass ein kurzer Besuch nicht genügt. Gern stehe ich für Auskünfte zur Verfügung. Bei einer Frage einfach eine PN ( persönliche Nachricht) senden. Viele Presseberichte sind einseitig und gesteuert. Natürlich gibt es hier viele Probleme. Mit persönlicher Umsicht und Vorsicht ist der Jemen ein ungefährliches Reiseziel.
In den nächsten Tagen stelle ich noch einige nützliche Bemerkungen zum Reisen nach und im Jemen in diesen Blog.
Mein besonderer Dank gilt meiner Familie, meiner Kalifin und den Freunden, die sich um sie während meiner langen Abwesenheit kümmerten.
Massalam Auf Wiedersehen
Der Andrang ist sehr gross. Es gibt kaum ein Durchkommen zwischen den Ständen, Abdul findet dass Normalerweise mehr los ist, es sind eben noch immer Eidferien. Stolze Besitzer kürzlich erworbener Schafe und Ziegen begegnen uns, sie werden geführt wie bei uns Hunde, mit einem Strick als Halsband. Zicklein und Lämmer werden auf Schultern getragen oder irgendwo, jämmerlich blöckend, angebunden. Kamele werden keine angeboten. Die, die zu sehen sind, dienen als Tragtiere für Handelsware. Über all Dies eine Staubwolke und der nicht immer angenehme Geruch des Orients. Unvorstellbare Mengen an Abfall, Plastiksackerl und sonstiger Unrat liegt überall herum. Anscheinend nur für mich sichtbar. Niemand stört sich daran, sondern vergrössert noch den Zustand. Ein allgemeines Problem im Jemen. Alles wird weggeworfen, sobald es nicht mehr gebraucht wird. Und wenn es 1m neben einem der sehr spärlichen Mistkübel ist. Zicklein und Lämmer werden die Mäuler mit Schnur zugebunden. Der Kunde soll die Milchleistung des Muttertieres an den prall gefüllten Eutern sehen. Geflügel flattert kopfüber zusammengebunden. Oft auch an den Gürteln der Käufer. Kürzlich geschlachtete Tiere hängen in der Sonne. Der Käufer kann sich ein Stück abschneiden und in der danebenliegenden Garküche zubereiten lassen. Wir essen nichts. Irdene Erdöfen qualmen, frisches Brot wird gebacken. Dazwischen Gemüsebauern, grosse geflochtene Körbe mit Gewürzen und getrockneten Feldfrüchten. Auf Tischen, das muss betont werden, Honig, Gebäck und alle möglichen Arten von Zuckerblöcken. Zum Teil aromatisiert mit Extrakten verschiedenster Blumen. Neugeborene, wenige Stunden alte Lämmer, noch kaum fähig zu stehen, werden mit den Muttertieren angeboten. Kühe, kleinwüchsiger als bei uns, stehen in Gruppen und warten auf ihren Käufer. Immer wieder wollen die neuen Besitzer mit ihren Tieren photographiert werden. Sura, sura : Bild, Bild. Das manchmal von mir an häufigsten gehörte Wort. Stolz, und für jeden sichtbar werden grosse Geldbündel gezählt. Die wenigen Frauen, durchwegs unverschleiert, sitzen bei ihren Waren und hoffen auf Käufer. Es wird viel gefeilscht, gekauft oder aber weitergegangen. Die Körpersprache Vieler drückt dann Überlegenheit, Verachtung oder Ärger aus. Händler erzählen mir, dass die Kunden den Preis bestimmen wollen. Scheininteressenten werden verachtet.
Die Menschen hier sind anders als im Hochland. Durch die Nähe Afrikas mit dunkler Hautfarbe. Die Frauenkleider sind bunt, schwarz sieht man kaum
.
Markttag ist gleichzeitig Arzttag. Viele lassen sich schröpfen ( Bilder konnte ich auf Wunsch keine machen), Barbiere und " Dentisten" haben hochbetrieb.
Erschöpft, verschwitzt, verdreckt, setzen wir die Heimreise fort.
Wir fahren eine angeblich durchgehend neue Strasse Richtung Berge und Sanaa. Die Tihama ist in diesem Teil sehr fruchtbar, es gibt genügend Wasser. Trotzdem gibt es auch Gegenden in denen Frauen aus 4-5 km Entfernung mit Esel Wasser zu den Häusern bringen. Warum das nicht die Männer mit ihren geliebten Motorrädern machen konnte mir niemand erklären. Vielleicht ist es für Frauen auch eine Möglichkeit entferntere Freundinnen zu treffen und Neuigkeiten auszutauschen.
Plötzlich ist die Strasse zu Ende und wir müssen die Fahrt im Flussbett fortsetzen. Ein neuer Damm wurde gebaut und für einen Strassenanschluss reichte das Geld nicht. Die EU hat nur für den Damm das Geld zur Verfügung gestellt. Im Jemen dachte niemand daran. Der Präsident kam persönlich zur Eröffnung. Vielleicht hat dieser Übervater persönlich geschaufelt und Beton gemischt und dabei die Übersicht verloren.
Wieder neue, erst in den letzten Tagen errichtete Strassensperren. Vor einer steht ein Pickup mit einem in Fahrtrichtung gerichteten Maschinengewehr. Nach dem Durchfahren sehen wir warum. In Gegenrichtung warten ca. 15 mit Maschinenpistolen Bewaffnete auf die Durchfahrt. Ein Scheikh möcht die nächstgelegene Ortschaft besuchen. Dass er von höchsten 3 Bewaffneten begleitet werden darf, hat sich in die Berge noch nicht durchgesprochen. So wird verhandelt, verhandelt, verh.....Es ist anscheinend unter seiner Würde mit einer so kleinen Gruppe Bewaffneter den Ort zu besuchen. Abgeben wollen sie die Waffen nicht, sie fürchten sie könnten verloren gehen.Die Fahrt in die Berge ist wieder beeindruckend. Am frühen Nachmittag essen wir zu Mittag und dann passierts. Im Lokal trifft mein Fahrer zufällig (?) einige Jugendfreunde und gemeinsam ziehen sie sich zu einer Katrunde zurück. Vergessen das Versprechen kein Kat während der Fahrt zu kauen, vergessen dass ich nicht zu spät nach Sanaa kommen wollte. Nach zwei Stunden kauen besinnt er sich seines Versprechens und wir fahren weiter. Er nimmt zwar jede Kurve etwas zu spät, mit einem energischen Schlenker findet er aber immer wieder den richtigen Weg.
Wir sind, Allah und allen guten Geistern sei Dank, gut in Sanaa angekommen.
Es geht ans Einpacken, meine schönen und erlebnisreichen Tage in Jemen gehen ihrem Ende zu. Ich tätige die letzten Einkäufe, verabschiede mich von liebgewordenen Menschen. Mit einer Mitarbeiterin gehe ich Mittagessen. Sie ist Jemenitin, 32 und das erste Mal allein mit einem fremden Mann in einem Lokal. Das ursprünglich geplante Abendessen musste sie absagen. Ihre Eltern verlangen dass sie um 21 Uhr zu Hause ist. Mit meinem Lehrer esse ich einen herrlichen Fisch. Als kleines Abschiedsgeschenk bringt er mir selbst angebauten Kaffee mit. Er bedauert nicht mehr geben zu können, die letzte Kaffeeernte war wegen Trockenheit sehr gering. Von der Schule bekomme ich eine Urkunde über den bestandenen Kurs. Wo werde ich die wohl aufhängen, alle meine anderen sind in einer Schublade. Der Schulleiter meint allerdings, dass sie mehr für die Kalifin sei , als Beweis dass ich doch etwas Positives im Jemen getan habe.
Ich möchte mich bei allen Lesern und Besuchern sowie Kommentarschreibern des Blogs herzlichst bedanken. Ich hoffe, es hat Euch ein Vergnügen bereitet und Euer Interesse für dieses schöne Land mit seinen liebenswerten Menschen geweckt. Es gibt hier so viele schöne, aufregende Dinge zu sehen und entdecken, dass ein kurzer Besuch nicht genügt. Gern stehe ich für Auskünfte zur Verfügung. Bei einer Frage einfach eine PN ( persönliche Nachricht) senden. Viele Presseberichte sind einseitig und gesteuert. Natürlich gibt es hier viele Probleme. Mit persönlicher Umsicht und Vorsicht ist der Jemen ein ungefährliches Reiseziel.
In den nächsten Tagen stelle ich noch einige nützliche Bemerkungen zum Reisen nach und im Jemen in diesen Blog.
Mein besonderer Dank gilt meiner Familie, meiner Kalifin und den Freunden, die sich um sie während meiner langen Abwesenheit kümmerten.
Massalam Auf Wiedersehen
Badetag in Al Hocha - Übernachtung in Al Hodeida
Die Entscheidung in der Strohhütte zu übernachten war richtig. 10 Meter von den Wellen des Roten Meeres entfernt zu schlafen, wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Ich bin der Einzige, die Strohhütten sind als Sonnenschutz für tagsüber gedacht. Zahlreiche Badegäste kommen und in meiner Nähe ist eine jemenitische Familie, vorwiegend mit weiblichen Mitgliedern. Nach kurzem Zögern gehen sie mit ihren schwarzen Gewändern ins Wasser und haben das grösste Vergnügen. Wie ich höre, lassen sie sich gerne von einem männlichen Familienmitglied auf eine einsame kleine Insel bringen und tragen dort Badeanzüge. Nach einigen Stunden werden sie, sittsam verhüllt, wieder abgeholt

.
Eine andere Familie ist schwer bewaffnet, neben den Gewehren für die jüngeren, männlichen Familienmitglieder trägt der Alteste einen Patronengürtel mit Pistole. Es müssen sehr wichtige Personen sein. Ich komme mir unbewaffnet fast " entmannt " vor.
Am späten Nachmittag fahren wir nach Al Hodeida zurück. Der Hotelmanager wollte mir ein Abstellkammerl um 60 US Dollar andrehen. Hier ist der einzige Ort im Jemen, in dem man als Tourist den Eindruck bekommt ausgenommen zu werden. Auch jemenitische Touristen sind sehr verärgert. In der Nähe wird eine neue Anlage gebaut und die Jemeniten hoffen, auch für sich, dass sich dann Manches zum Besseren ändert.
So hässlich Al Hodeoda am Tag ist, so schön in der Nacht. Die hässlichen Neubauten sind nicht zu sehen. Die "Corniche" genannte Küstenstrasse ist ein richtiger Korso italienischen Ausmasses. Tausende Familien bevölkern jetzt in den Abendstunden, grosse Männer und Frauenrunden rauchen Wasserpfeife, das Meer brandet an der Uferbefestigung hoch auf. Auch wir geniessen den Abend. Abdul und sein Bruder treffen einige Dorffreunde und gehen mit diesen feiern. Ich besuche den nächtlichen Fischmarkt, geniesse nahe des Fischmarkts mein spätes Abendessen in einem Fischrestaurant und gehe in mein " Luxushotel" für einige Stunden.
Ein einziges Haus der Altstadt lies man stehen. Es war berühmt wegen seiner sehr gut erhaltenen Holzfenster. Jetzt steht es hilflos, unter Denkmalschutz an der Uferstrasse.
Morgen wollen wir zeitig zu einem der grössten Wochenmärkte des Jemen aufbrechen.
Meine Kalifin wird bedauern, beim frischen Fisch aus dem Roten Meer nicht bei mir zu sein. Ich kann sie beruhigen, ich habe auch ihren Fisch gegessen. Er war sehr gut.
Alles Liebe
Marsalam
Montag, 22. November 2010
Nach Al Hodeida - Zabid - Al Hocha am Roten Meer
Die Nacht war erholsam, die Jemeniten stöhnen unter der nächtlichen Kälte von 18 Grad, ich finde es sehr erfrischend und um 8 Uhr fahren wir pünktlich ab. Abdul hat seinen kleinen 18jährigen Bruder mitgenommen. Bis zur nächsten Kreuzung nehmen wir einen jemenitisch stämmigen Saudi mit. Er hat anlässlich des Eid Al Adha nach 20 Jahren das erste Mal gemeinsam mit Frau und Tochter seinen Bruder besucht.Beide Frauen gehen unverschleiert, eine Seltenheit in dieser Gegend. In unzähligen Serpentinen geht es abwärts. Der Talboden ist sehr fruchtbar. Wasser für die hochgelegenen Orte wie Al Hajjarah wird hier von 600m auf über 2000m gepumpt. Vor einigen Jahren wurde mit Hilfe der EU die Wasserversorgung dieser Dörfer sichergestellt. Bis dahin gab es nur oberirdische Zisternen. Quellen gibt es nicht sehr viele und wenn, dann musste es stundenlang mit Esel zu den Häusern gebracht werden. Viele Autofahrer sind zu schnell unterwegs und in einer Serpentine liegt ein umgestürzter Bus, vollständig demoliert. Die Fahrgäste sitzen geschockt am Fahrbahnrand, Kinder weinen und werden von ihren Müttern beruhigt. Bus?? Ein LKW mit einigen Sitzbänken in einer Art Käfig auf der Ladefläche. Der Lenker telephoniert verzweifelt um Hilfe. Verletzte gibt es keine.
Am Talboden beginnt eine wunderbare, abwechslungsreiche Fahrt durch einen malerischen, sehr fruchtbaren Canyon. Allein dessentwegen lohnt sich die Fahrt. Links und rechts hochaufragende Basaltfelsen, dazwischen immer wieder fruchtbare Felder. Der Fluss ist sehr wasserreich und wird zur Bewässerung von Bananen und Gemüsefeldern benutzt. An jeder seiner zugänglichen Ufer stehen Autos, zumeist aus Sanaa und die Jemeniten gehen mit Begeisterung ins Wasser. Frauen legen sich mit ihren schwarzen Kleidern in die geringe Strömung, Männer nutzen die Gelegenheit um ihr Fahrzeug zu waschen. Findige Einheimische haben von Pumpen betriebene Wasserleitungen gebaut und bieten ihre Dienste als Autowäscher an.
Von Minute zu Minute wird es wärmer. Die hier wohnenden Menschen verändern sich. Die Frauenkleider werden bunter, die Hautfarbe dunkler, die Häuser kleiner. Sie sind oft schon mit Stroh bedeckt. Die ersten Palmen sind links und rechts der Fahrbahn, wir nähern uns der Tihama, der meist fruchtbaren aber manchmal auch steppenähnlichen Tiefebene zwischen Gebirge und Rotem Meer.
Die letzten 60 km führen in einer geraden Strasse nach Hodeida. Die Strasse ist autobahnähnlich ausgebaut, hohe Geschwindigkeiten werden erzielt, die Zahl der Motorräder steigt. Bis zu fünf Personen sitzen auf einem Motorrad, meist ein chinesisches Produkt. Jemeniten sind sehr kleinwüchsig, ich komme mir manchmal gross vor wenn ich sie um Kopflänge überrage. Ihr Vertrauen in Allah ist sehr gross, Helm oder sonstige Schutzvorkehrungen gibt es nicht, Bremsen und Hupen funktionieren. Motorradfahren ist hier eine grosse Leidenschaft. Viele könnten sich ein Autoleisten, so ist es aber viel cooler ( oder kühler).
Hodeida ist eine hässliche Stadt. Alle alten Häuser und der Suq sind einem Modernisierungswahn zum Opfer gefallen. Nur arme Leute wohnen in alten Häusern ( Originalzitat). Keiner will als arm gelten. Das einzig sehenswerte ist der Fischereihafen mit vielen hölzernen Fischerbooten, Daus. Auch diese werden aus Erhaltungsgründen von Plastikbooten verdrängt. Nach einem kurzen , sehr guten Mittagessen mit Fisch, fahren wir nach Zabid weiter.
..
Es weht ein starker Wind. Die Tihama, die hier wüstenähnlich ist, ausserdem gibt es doch eine Vegetationspause, ist in eine Sandwolke gehüllt. Alles sieht hellbraun sandig aus. Einige Kamelherden sorgen für Abwechslung. Zabid ist eine Enttäuschung. In den letzten 10 Jahren wurden von der EU 25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt um Zabid den Status eines Weltkulturerbes zu erhalten. Geschehen ist nichts. Von Restaurierungsarbeiten keine Spur. Das Geld ist im Sand versickert. Einzig die Zitadelle ist hergerichtet, das war sie aber schon vorher. Lieblos wurden in die alten Häuser neue Fenster gebrochen. Zabib, berühmt gewesen für seine Stuckarbeiten und weissen Häuser verfällt immer mehr. Die Frist zur Erhaltung des Status wurde kürzlich um 2 Jahre verlängert. Doch was sind zwei Jahre wenn in zehn nichts geschehen ist, ca. 60m sind neu gepflastert, sichtbar und sichtlich kurz vor dem Eintreffen der Kommission.Wir fahren etwas enttäuscht weiter ans Rote Meer, ca 1 Fahrstunde entfernt.
In Al Hocha gibt es nur zwei " Hotels". Beide sind ausgebucht. Nach einiger Zeit des Wartens bietet mir der Manager ein Zimmer für 90 Dollar an. Normalerweise kostet es 12. Mit der Bemerkung: Die Nachfrage ist gross und sonst müssen sie eben in einer Strohhütte am Strand schlafen. Was ich zu seiner Verblüffung auch tat.
Am Talboden beginnt eine wunderbare, abwechslungsreiche Fahrt durch einen malerischen, sehr fruchtbaren Canyon. Allein dessentwegen lohnt sich die Fahrt. Links und rechts hochaufragende Basaltfelsen, dazwischen immer wieder fruchtbare Felder. Der Fluss ist sehr wasserreich und wird zur Bewässerung von Bananen und Gemüsefeldern benutzt. An jeder seiner zugänglichen Ufer stehen Autos, zumeist aus Sanaa und die Jemeniten gehen mit Begeisterung ins Wasser. Frauen legen sich mit ihren schwarzen Kleidern in die geringe Strömung, Männer nutzen die Gelegenheit um ihr Fahrzeug zu waschen. Findige Einheimische haben von Pumpen betriebene Wasserleitungen gebaut und bieten ihre Dienste als Autowäscher an.
Von Minute zu Minute wird es wärmer. Die hier wohnenden Menschen verändern sich. Die Frauenkleider werden bunter, die Hautfarbe dunkler, die Häuser kleiner. Sie sind oft schon mit Stroh bedeckt. Die ersten Palmen sind links und rechts der Fahrbahn, wir nähern uns der Tihama, der meist fruchtbaren aber manchmal auch steppenähnlichen Tiefebene zwischen Gebirge und Rotem Meer.
Die letzten 60 km führen in einer geraden Strasse nach Hodeida. Die Strasse ist autobahnähnlich ausgebaut, hohe Geschwindigkeiten werden erzielt, die Zahl der Motorräder steigt. Bis zu fünf Personen sitzen auf einem Motorrad, meist ein chinesisches Produkt. Jemeniten sind sehr kleinwüchsig, ich komme mir manchmal gross vor wenn ich sie um Kopflänge überrage. Ihr Vertrauen in Allah ist sehr gross, Helm oder sonstige Schutzvorkehrungen gibt es nicht, Bremsen und Hupen funktionieren. Motorradfahren ist hier eine grosse Leidenschaft. Viele könnten sich ein Autoleisten, so ist es aber viel cooler ( oder kühler).
Hodeida ist eine hässliche Stadt. Alle alten Häuser und der Suq sind einem Modernisierungswahn zum Opfer gefallen. Nur arme Leute wohnen in alten Häusern ( Originalzitat). Keiner will als arm gelten. Das einzig sehenswerte ist der Fischereihafen mit vielen hölzernen Fischerbooten, Daus. Auch diese werden aus Erhaltungsgründen von Plastikbooten verdrängt. Nach einem kurzen , sehr guten Mittagessen mit Fisch, fahren wir nach Zabid weiter...
Es weht ein starker Wind. Die Tihama, die hier wüstenähnlich ist, ausserdem gibt es doch eine Vegetationspause, ist in eine Sandwolke gehüllt. Alles sieht hellbraun sandig aus. Einige Kamelherden sorgen für Abwechslung. Zabid ist eine Enttäuschung. In den letzten 10 Jahren wurden von der EU 25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt um Zabid den Status eines Weltkulturerbes zu erhalten. Geschehen ist nichts. Von Restaurierungsarbeiten keine Spur. Das Geld ist im Sand versickert. Einzig die Zitadelle ist hergerichtet, das war sie aber schon vorher. Lieblos wurden in die alten Häuser neue Fenster gebrochen. Zabib, berühmt gewesen für seine Stuckarbeiten und weissen Häuser verfällt immer mehr. Die Frist zur Erhaltung des Status wurde kürzlich um 2 Jahre verlängert. Doch was sind zwei Jahre wenn in zehn nichts geschehen ist, ca. 60m sind neu gepflastert, sichtbar und sichtlich kurz vor dem Eintreffen der Kommission.Wir fahren etwas enttäuscht weiter ans Rote Meer, ca 1 Fahrstunde entfernt.
In Al Hocha gibt es nur zwei " Hotels". Beide sind ausgebucht. Nach einiger Zeit des Wartens bietet mir der Manager ein Zimmer für 90 Dollar an. Normalerweise kostet es 12. Mit der Bemerkung: Die Nachfrage ist gross und sonst müssen sie eben in einer Strohhütte am Strand schlafen. Was ich zu seiner Verblüffung auch tat.
Leider gibt es schon wieder Probleme mit dem Hochladen der Bilder. Ich werde dies bei nächster Gelegenheit nachholen.
Hier in Sanaa ist es angenehm warm und sonnig, mir graut schon vor dem Flug in den kalten Norden.
Meine Kalifin und Ihr Zuhausegebliebenen seid mir gegrüsst.
Massalam
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