Langsam geht die Schiffsreise auf dem Nil dem Ende zu. Morgen Frueh besteige ich den Zug nach Kairo. Viel hat sich in den letzten Tagen erreignet. Einmal wird die Reve du Nil auf einen anderen Liegeplatz verlegt. Verzweifelte Omas denken, das Schiff ist ohne sie weggefahren. Das zuanfang gelobte Essen wird immer eintoeniger. Beef und Huhn, Huhn und Beef. Selten Fisch, einmal Wiener Schnitzel, natuerlich vom Huhn. Angeblich eine Aegyptische Spezialitaet. Am abwechslungsreichsten sind die Mehlspeisen. Hin und wieder sind das meine einzigen Suenden. Der Kaffee ist auf gute deutsche Hausfrauenart. Fad. Aegyptisches gibt es kaum. Die Passagiere sollen sich wie bei Muttern oder im Italienurlaub fuehlen. Zerkochte Nudeln sind das Ergebniss. Die Kellner bemuehen sich ruehrend, ihr kindlicher Uebermut ist manchmal zuviel. Die
Landschaft zieht geruhsam vorbei, Palmen wohin das Auge blickt. Dazwischen sorgsam bestellte Felder. Ein einziger Garten Eden. Lachende und winkende Kinder am Ufer. Im Morgengrauen sind viele kleine Fischerboote am Nil. Die Sonnenuntergaenge mit anderen Farben als irgendwo in Europa. Die Tempel und Ausgrabungen sind von einer beeindruckenden Schoenheit. Die Kabine ist immer aufgeraeumt. Ruehrige Geister machen zwei Mal taeglich das Bett. Als Ueberraschung werden abends die Hand- und Badetuecher zu den lustigsten Figuren gebunden. Teatime am Nachmittag ist eine Abwechslung. Die Disco und Folkloreabende
besuche ich nicht. Lieber gehe ich allein durch die am Abend ruhigeren Staedte. Die Landplage Haendler ist dann schon muede. Auch sie haben einen langen Tag. Als Geburtsort gebe ich Shanghai und als Wohnort Kairo an. Dadurch sind sie nicht so unverschaemt bei den Preisen. Viele Mitreisende koennen sich am Tag nach einer Exkursion an das am Vortag Gesehene nicht mehr errinnern. Begeistert sind sie trotzdem. Das ist auch gut so. Viele sind Omas und Opas. Ich ja auch. Die Juengeren tun mir manchmal leid.
Ueber die vielen Kommentare zum Blog habe ich mich sehr gefreut.
Morgen besteige ich den Zug nach Kairo. Freitag nachts ist der Flug nach Muenchen. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehn. Es gibt viel zu erzaehlen. Dies sollen nur Stichworte sein. Ich moechte mich bei Allen bedanken die mir diese Reise ermoeglichten. Vor allem bei Dir, oh Kalifin.
Ueber die vielen Kommentare zum Blog habe ich mich sehr gefreut.
Morgen besteige ich den Zug nach Kairo. Freitag nachts ist der Flug nach Muenchen. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehn. Es gibt viel zu erzaehlen. Dies sollen nur Stichworte sein. Ich moechte mich bei Allen bedanken die mir diese Reise ermoeglichten. Vor allem bei Dir, oh Kalifin.
Massalam














Ca. 40 Gehminuten von der Innenstadt entfernt befindet sich das Islamische Kairo. Ploetzlich ist man in einer anderen Welt. Heute am Sonntag sind interessanterweise die meisten Geschaefte, oder was sich halt so nennt, geschlossen. Die Moslems in diesem Viertel, das voller Moscheen ist, erwarten sich weniger Geschaeft, die Touris sind an diesem Tag wahrscheinlich geschlossen bei denPyramiden. Dafuer werden heute notwendige Ausbesserungsarbeiten an den Fassaden erledigt. Der Nord. bzw Suedeingang des Islamischen Viertels wird durch zwei maechtige Eingangstore aus dem 9.- 14. Jhdt. begrenzt. Bei den Nordtoren sind noch grosse Reste der alten Stadtbefestigung und die alte Stadtmauer zu sehen. Kairo an sich wurde erst im 9. Jhdt gegruendet, im 14. Jhdt. vergroessert und mit staerkeren Befestigungsanlagen versehen. Leider sind die Nebengassen in einem erbaermlichen Zustand. Die alten Haeuser verfallen, was dem Erdbeben zu Beginn der 90er Jahre wiederstand, wird ruecksichtslos fuer den Fremdenverkehr ausgebeutet. Die Gaesslein sind teilweise unbegehbar, Schlamm und Schmutz versp







